Richard Meester Quest

Kürzlich erschien auf der Website von TechValley ein Artikel über Quest und seinen Gründer Richard Meester. Der Artikel erzählt über seinen Hintergrund, die Anfänge der Quest-Unternehmen, die innovative Entwicklungen sowie die Zusammenarbeit seitens TechValley.

 

Quelle: Artikel wie auf der TechValley-Website publiziert, September 2020 - https://techvalley-nh.nl/testimonials/quest

 

Einst in einem Dachzimmer begonnen, hat sich Quest Medical Imaging gemeinsam mit Quest Innovations zur Quest Group in Middenmeer entwickelt. Das Dachzimmer wurde längst gegen eine geräumige Halle von 1.200 Quadratmetern ausgetauscht, und selbst die platzt inzwischen aus allen Nähten. Gründer und CEO Richard Meester sieht das Wachstum vorerst nicht stagnieren. TechValley (eine Kooperation auf Initiative von Maschinenherstellern aus Nordholland) spielt dabei eine bedeutende Rolle. Quest entwickelt und produziert industrielle Multispektralkameras und die dazugehörige Software, u. a. für den medizinischen Sektor. Allerdings begann Richard Meester vor 23 Jahren als Programmierer. „Etwa um das Jahr 2000 herum war die Nachfrage danach sehr groß, und ich konnte langsam anfangen, Leute einzustellen. Bis zur Krise im Jahr 2004. Zu jener Zeit brachen für uns schwerere Zeiten an. Mit den letzten geliehenen 5000 Euro gelang es uns, mit einer amerikanischen Firma ein Lizenzabkommen für einen von uns entwickelten Chip auszuhandeln. Im Nachhinein schien das der Durchbruch gewesen zu sein. Von da an konnte das Unternehmen sich weiterentwickeln.“

 

Medizinische Millimeterarbeit

Quest richtete sich zunächst hauptsächlich auf IT-Dienstleistungen und „embedded“ (zu Deutsch „eingebettete“) Systemprojekte, aber mit diesem Schritt hatte es den Weg zur Entwicklung eigener Produkte eingeschlagen. Richard erläutert: „Im Jahr 2006 entwickelten wir ein kombiniertes Kamera- und Messsystem, speziell für die Robotik. Ein Roboter mit Augen kann Handlungen verrichten, für die man normalerweise einen Menschen benötigt. In dieser Zeit kam ich auch mit Leuten aus dem Medizinsektor in Kontakt, die einen Bedarf für hochpräzise Kameras für chirurgische Eingriffe hatten.“

 

Aus dieser Kombination von Angebot und Nachfrage entstand Quest Medical Imaging, der Zweig, der sich vollständig auf Innovationen in der minimal-invasiven Chirurgie (MIC) richtet. Mit den Kameras von Quest ist es möglich, in das Innere des Körpers auf Ebenen hineinzusehen, die mit dem bloßen Auge gar nicht sichtbar sind. Währenddessen konzentriert sich Quest Innovations auf die Entwicklung und Produktion von Kameratechniken außerhalb des Medizinsektors. Denken Sie dabei etwa an Drohnen, die Agrarwirtschaft und die Lebensmittelindustrie. Richard: „Wir stellen Kameras mit unterschiedlichen Wellenlängen her. Diese ermöglichen es Ihnen, durch etwas hindurchzusehen. Wenn Sie sich beispielsweise ein Glas Cola ansehen, sehen Sie nichts. Aber wenn man ein Infrarotlicht darauf richtet und in das Infrarotgebiet schaut, ist es plötzlich durchscheinend wie Wasser.“ Diese Technologie lässt sich beispielsweise zur Visualisierung der Vegetation aus der Luft einsetzen. Im menschlichen Körper wird sie verwendet, um Venen, die Durchblutung von Gewebe, einen Tumor oder Metastasen zu sehen.

 

„Mit den Kameras von Quest ist es möglich, in das Innere des Körpers auf Ebenen hineinzusehen, die mit dem bloßen Auge gar nicht sichtbar sind.“

 

Innovation und Produktion

Quest hat immer ein offenes Ohr für die Wünsche der Stakeholder. „Wie können wir für sie Verbesserungen entwickeln?“, fragt sich Richard laut. „Für Ärzte kann es beispielsweise schwierig sein, Venen für die Verabreichung einer Chemo zu finden. Eine der ersten Fragen, die an uns gerichtet wurde, war, ob wir diese Venen nicht deutlicher sichtbar machen könnten. Damit ergab sich aber auch die Herausforderung, Tumore sichtbar zu machen. Mit speziellen Kontrastmitteln und Kameras mit einer spezifischen Wellenlänge ist das möglich. Dieses Kontrastmittel heftet sich wie kleine Laternen an das Gewebe. Scheint man mit einem Laser darauf, so leuchtet dieses Gebiet auf. Man kann den Tumor sozusagen an- und ausschalten und ihn äußerst präzise schneiden. Auch Metastasen, die auf einem CT-Scan nicht zu sehen sind, können auf diese Weise visualisiert werden.“

 

Inzwischen hat Quest für sechs Hersteller Kameras entwickelt, die für den Kontrastabgleich geeignet sind. Dabei handelt es sich um langwierige Prozesse, bei denen der Grundlagenforschung Patientenversuche folgen, bevor das Produkt auf den Markt kommt. In der Zwischenzeit arbeitet das Unternehmen kontinuierlich weiter am folgenden Projekt: Künstliche Intelligenz. Richard: „Wir fragen uns bei allem, was wir aus dem, was wir sehen, lernen können. Wenn die Kamera selbst erkennen kann, welches Gewebe ein Tumor, welches eine Vene oder welches Fettgewebe ist, kann man immer sicherer und präziser vorgehen. Inzwischen haben wir die künstliche Intelligenz darauf trainiert, Krebszellen zu erkennen, ohne dass dazu Kontrastmittel benötigt werden. Pathologische Studien an einem Lebertumor haben dies belegt. Der Vorteil derartiger Entwicklungen liegt darin, dass man schon während der Operation weiß, um welche Art von Zellen es sich handelt. Man braucht also keine Laborergebnisse abzuwarten.“

 

Wachstum und Zusammenarbeit

Obwohl Quest breiter angelegt ist als Quest Medical Imaging, lag dort jedoch in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt. „Einer der Gründe dafür sind die hohen Kosten für unsere Kameras. Anders als bei der Industrie, gibt es im medizinischen Sektor Budgets. Zudem konnten wir durch Crowdfunding Wachstum erzielen und gingen wir zwecks Finanzierung an die NPEX-Börse, was für ein Technologieunternehmen ziemlich außergewöhnlich ist. Der medizinische Aspekt spricht Menschen und Anleger an und das ermöglicht uns die Finanzierung von Versuchen. Langfristig können wir die Innovationen unter Umständen auch in anderen Sektoren nutzen.“

 

Dazu ist eine Reduzierung der Produktkosten erforderlich, u. a. durch erhöhte Eigenproduktion. Richard: „Wir stellen selbst nichts her nichts, was wir auch problemlos bei anderen auslagern können. Doch alle maßgeblichen und einzigartigen Teile übernehmen wir selbst. Somit lassen wir uns nicht dadurch einschränken, was Dritte liefern können. Einer der Gründe, warum wir dem TechValley beigetreten sind, ist die Gelegenheit, mehr zu geringeren Kosten produzieren zu können. Im Rahmen von TechValley gelang es uns unter anderem, eine Fertigungsmaschine zu entwickeln.“ Bei Quest sehen wir ferner den Wert von TechValley als Netzwerk. „Wir nutzen das Fachwissen anderer, um diese Maschinen herzustellen, und als Unternehmen tauschen wir unsere Vorstellungen über die Produktion aus. Des Weiteren bringen wir selbst Know-how über vorausschauende Wartung und künstliche Intelligenz ein. Das wiederum ist anderen Unternehmen von Nutzen.“

 

Quest ist dabei, eine Baugenehmigung für ein 2000 m2 großes Grundstück unweit des derzeitigen Standorts in Middenmeer zu beantragen. Richard: „Zudem verfügen wir über ein eigenes Büro in Frankreich und Amerika. Demnächst starten wir in Deutschland.“ Vorläufig sind dem Wachstum von Quest also noch keine Grenzen gesetzt. Mit einer Aussicht, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Unendliche wird das Unternehmen aus Middenmeer für zahlreiche weitere sensationelle Innovationen sorgen.

Hauptquartier

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Industrieweg 41

1775 PW Middenmeer

Niederlande

T: + 31 227 60 40 46

E:  

Frankreich

Quest Medical Imaging SAS

Parc eurasante

70 Rue du Docteur Yersin,

59120 Loos les Lille, Frankreich

T: + 33 (0)6 89 41 66 81 

E:  

Nordamerika

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10000 Cedar Avenue

Cleveland, Ohio 44106

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T + 1 330 752 6596

F + 1 330 752 6597

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